Eine Villa im Altbaustil definiert einen Pleasureground

Kunde: o.A. Lage: Berlin - Grunewald, Oberhaardter Weg 1 Datum: 2007 Größe: 755 QM

Die Konzeption der Villa im Altbaustil begnügt sich nicht allein mit der Auswahl des besten Bauplatzes auf dem Grundstück. Vielmehr wurde der große Flächenbedarf des Raumprogramms in einzelne Baukörper aufgelöst. So besetzt die Architektur der Villa nicht nur ein Baufeld, sondern schafft selbst landschaftlich erfahrbare Räume. Insofern sind Parallelen zu raumgreifend konzipierten Lustschlössern wie den „Römischen Bädern” in Sanssouci und dem „Casino” im Glienicker Park von Schinkel Vorbilder für die Entwurfslösung. Wohngebäude und Gästehaus werden durch Pergolen und Wintergärten verbunden. Sie bilden einen Binnenraum, den Engländer als „Pleasureground“ bezeichnen würden. Die Bebauung begleitet den gesamten Straßenverlauf und schirmt den Gartenbereich des Hauses vor Einblicken und Geräuschen von der Straße her ab.

Eingefasst wird der „Pleasureground“ von einer Säulengalerie im Nordwesten und dem blickdichten Strauchbewuchs an der westlichen Grundstücksgrenze. Er ist das zentrale Herzstück der Gartengestaltung. Die Hauptwohnbereiche haben ihren Ausblick hierhin mit Orientierung nach Südwesten. Das Wohngebäude selbst entspricht einer klassischen Villentypologie. Die zentrale Halle verbindet großzügig die Etagen der Villa und erschließt von dort aus alle Räume. Das Gästehaus wiederum dient dem zeitlichen Aufenthalt von Freunden. Sie können dort länger wohnen ohne den Anspruch auf Privatheit der Hausherren zu tangieren. Im Obergeschoss bieten Panoramafenster einen schönen Blick auf das Gästehaus und die Gartenanlage. Hier kann man die Idee des Entwurfes erahnen: In einem Haus wohnen, das man nicht nur von außen betrachten kann.