Eingebettet in die durchwaldete Umgebung des Lübbener Hains strahlt ein Landhaus mit klarer Formensprache und traditionellen Elementen Bescheidenheit, Solidität, aber auch Eleganz aus. Bewusst besitzt es nur ein ebenerdiges Geschoss und verzichtet auf ein auffälliges Schrägdach; wie sonst üblich für die Nachbarschaft. Die flache rechteckige Kubatur reflektiert die Ruhe der umgebenden Landschaft. Es ist ein Haus, das ohne „Entwurf“ auskommt. Der Grundrissplan des Sommerhauses ist extrem einfach und zweckmäßig angelegt. Geteilt in drei Bereiche besteht es aus einem Wohnraum mit 5,25 mtr. Raumhöhe im Südwesten, dem privaten (Schlaf-)Bereich im Osten mit 3,25 mtr. Raumhöhe und im Inneren aus der Küche und den Nebenräumen. Die unterschiedlichen Traufabstufungen sind das einzige gestalterische Element der Baukörpergliederung.
Durch sie werden die Nutzungsbereiche äußerlich ablesbar, aber unter Erhalt der Kompaktheit der Kubatur. Im Inneren zeigt sich das Haus gemütlich ländlich. Die Böden wurden mit zwei Materialien belegt - gekalkten Holzdielen und geschliffenem Travertin. Alle Decken zeigen die Tragkonstruktion der lasierten Holzbalken mit Spundschalung. Die Putzfassade des Hauses erlaubt sich einen romantischen Rückgriff auf die Gestaltung von Häusern aus der Zeit der Reformbewegung. Nicht „hochwertiger“ Naturstein oder Wärmedämmputz in Weiß verleihen dem Haus sein Gesicht, sondern der Mut zur Bescheidenheit, zum Unkonventionellen, erzeugt das besondere Erscheinungsbild des Hauses. Es hat einen graugelben Schlepputz (Münchener Rauhputz), einen kleinen Sockel aus hellgrauem Herrenholzer Granit und bodentiefe weiße Sprossenfenster mit Klappläden.





